Tschechischer Marmor, 55 x 45 x 22 cm
Diese in vereinfachter geschlossener Form präsentierte figürliche Komposition aus zwei Einzelstücken beeindruckt den Betrachter durch ihre einfühlsam umgesetzten, harmonischen Proportionen: Konkave und konvexe Formen, unregelmäßige Strukturen, glatte Innenformen und glänzende Spiegelungen gehen eine gelungene Verbindung ein. Die Formensprache der „Marmorfamilie“ trägt exakt die gleiche künstlerische Handschrift wie Vačeks Großplastik „Welle des Lebens“, die im Park der Akademie gezeigt wird.
Jaroslav Vaček (*1923 in Vel’ké Kosihy, heute Slowakei, †2012 in Prag, Tschechische Republik) war ein tschechischer Bildhauer, der an der Akademie der Bildenden Künste Prag studierte. Alfred Fuchs, erstes und einziges Ehrenmitglied der Europäischen Akademie Otzenhausen, war mit ihm befreundet. Vaček stand dem jüdisch-deutschstämmigen Fuchs bei Problemen mit der Regierung in der Nachkriegszeit mit Rat und Tat zur Seite. Gemeinsam reisten sie nach Deutschland und stellten 1993 als zweite Künstlergruppe überhaupt aus dem ehemaligen Ostblock in der Europäischen Akademie Otzenhausen aus. Vaček lebte und arbeitete in Prag.